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Fehlersuche am Kenwood TS-940

Im Januar 2017 gabs bei mir einen Anruf. DJ9IE, Uli meldete sich und meinte, an meinem TS-940 müsse ich was tun. Sende- wie Empfangsmäßig war die eingestellte Frequenz nicht stabil. Wurde um einige Hertz hin und her verschoben. Mir war das im Weihnachtscontest auch schon aufgefallen. Ich hatte die “Leierei” auf die Gegenstationen geschoben.

Nun ist der TS-940 zwar schon im Greisenalter, aber man hat immer noch einen Spitzentransceiver auf dem Tisch. Also muss das Gerät wieder Instandgesetzt werden.

Das Googeln nach bekannten Fehlern, brachte zwar einiges zu Tage, aber der richtige Ruck nach Vorn blieb aus. Im Netz wurde berichtet, dass Leiterplatten nachgelötet wurden und spezielle Bausteine erneuert worden sind.

Der Fehler wurde von Anfang an auf der PLL-Unit vermutet. Hier werkeln eine ganze Reihe von Oszillatoren, die stabil gehalten werden müssen. Leider ist die PLL-Unit nur mit Mühe erreichbar. Mal schnell was messen geht nicht, versteckt sich die Baugruppe unter dem Lautsprecher und einer der drei Microprocessor Units. Es muss um die PLL-Unit zu erreichen zumindest ein Paket aus Lautsprecherbrücke und Microprocessor-Unit gelöst und hochgeklappt werden. Dann ist die PLL-Unit erreichbar. Es wurde nun versucht den Fehler zu finden. Leider war der Fehler nicht immer vorhanden. Es gab Pausen von einigen Tagen in denen der Fehler nicht auftrat. War er dann aktiv, verschwand er mit Vorliebe, sobald nur ein Auge auf die PLL-Unit geworfen wurde.

Erste Versuche durch einen Neuabgleich weiter zu kommen scheiterten.

Der Durchbruch kam, als einfach mal mit einem Stift hier und da Bewegung in die Platine gebracht wurde. Zugleich war der TRX an einem Dummyload-Wattmeter angeschlossen und machte einen CW-Dauerträger mit 5 Watt Output. Es zeigte sich dann der 2 polige Pfostenstecker 8 als sehr empfindlich. Hier wird ein stabiles 10 MHz Signal Richtung Carrier Unit verdrahtet. Als versucht wurde den Stecker aus der Buchsenleiste zu lösen, sprang das Buchsenunterteil gleich mit aus der Platine. Die Leiterplatte wurde nun ausgebaut und von unten begutachtet. Selbst mit Lupe sind keine schlechten Kontaktierungen zu sehen. Nach längerem Überlegen wurde die Pfostenleiste wieder eingelötet und alle Pfostenleisten auf der PLL-Unit nachgelötet. Danach wurde die Leiterplatte eingebaut und der TRX mit “hochgeklappter” Microprocessor-Unit in Betrieb genommen und getestet.

Dabei fiel auf, dass der Lüfter für die Kühlung des Kühlkörpers der Spannungsregelung nicht mehr funktionierte. Allerdings machte der Transceiver einen Frequenzstabilen Eindruck und wurde erst mal wieder zusammen geschraubt

Um es kurz zu machen, bei der Fehlersuche nach der Unterbrechung am Lüftermotor wurde auch eine fehlerhafte Pfostenleiste auf der Spannungsregelbaugruppe gefunden. Hier befindet sich auch die Lüftersteuerung.

Ob es sich bei den Kontaktfehlern an den Pfostenleisten um Ermüdungsbrüche oder echt fehlerhafte Lötungen handelt vermag ich nicht zu sagen. Ich bin aber früher schon mal auf der Suche nach einem Aussetzer in der Monitorfunktion an einer Pfostenleiste fündig geworden.